Wertvolles Wissen, bitte lesen!

Mit der Erlaubnis der Autoren habe ich hier einige sehr interessante und absolut lesenswerte Artikel verlinkt. Es geht um die Gesundheit, die Erziehung, Solzialisierung von Welpen, Ernährung und ... und ...und ...

Es kommen immer wieder neue dazu!

Die Kastration beim Hund - Ein Paradigmenwechsel

 

von Dr. Ralph Rückert, Tierarzt, Ulm, April 2014

 

Hier geht's zum Artikel:

https://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=18951

Hier einige Auszüge:

 

(...) Aber alles in allem muss man feststellen, dass kastrierte Tiere beiderlei Geschlechts ein teilweise um ein Mehrfaches erhöhtes Risiko aufwiesen, an bestimmten Krebsarten (Mastzelltumore, Hämangiosarkom, Lymphosarkom) zu erkranken, und das auch noch zu einem deutlich früheren Zeitpunkt als intakte Artgenossen. Auch bestimmte Verhaltensstörungen, vor allem die Angst vor Gewittern, kamen bei kastrierten Tieren deutlich häufiger vor. Andere Studien belegen, dass das Risiko für die Entwicklung eines Osteosarkoms (Knochenkrebs) für kastrierte Hunde um das drei- bis vierfache erhöht ist. Selbst die Datenlage zur Verhinderung von Gesäugetumoren durch die Kastration steht unter Beschuss. Und bösartige Prostatatumoren beim Rüden treten bei Kastraten nicht seltener, sondern häufiger auf!

(...)

Besonders bedrückend ist für mich, dass eine Kastration fast sicher das Auftreten von Hämangiosarkomen, den berüchtigten Milztumoren, fördert. Ich bin auf diese Erkrankung in einem früheren Blogartikel schon einmal eingegangen. Mit dieser extrem bösartigen und gefährlichen Tumorart haben wir es bei älteren Hunden andauernd zu tun (...)

 

Damit leider nicht genug: Auch verschiedene orthopädische Probleme werden inzwischen mit der Kastration in Verbindung gebracht. Bezüglich Kreuzbandrissen scheint es bereits unumstritten festzustehen, dass diese Verletzung bei kastrierten Tieren deutlich häufiger vorkommt. Es gibt aber auch Hinweise, dass sogar Hüftgelenkarthrosen bei Kastraten früher und schlimmer auftreten. Letzteres scheint aber noch nicht wirklich sicher. Ziemlich klar dagegen ist der Zusammenhang zwischen der Kastration und der häufigsten endokrinologischen Störung des älteren Hundes, der Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose).

(...)

Gut sozialisiert? Nö, gut traumatisiert!

 

von Dr. Ralph Rückert, Tierarzt, Ulm, April 2015

 

Hier geht's zum Artikel:

https://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=19173

Hier einige Auszüge:

 

(...) Das zentrale Missverständnis ist ein Satz, den ich gar nicht mehr hören kann, ohne dass mir der Kamm schwillt: "Die machen das schon unter sich aus!". Falsch, falsch und nochmals falsch!!! Wenn wir Hunde "das unter sich ausmachen" lassen, dann vernachlässigen wir unsere Verpflichtungen gegenüber unserem eigenen Hund, unserem Schutzbefohlenen, auf sträflichste Art und Weise. Es ist ein Bruch der Vereinbarung, die wir mit unserem Hund haben: Er gibt uns buchstäblich alles, was er hat und was er ist. Er will uns immer gefallen und beobachtet uns so genau wie kein anderes Tier, um zu erfahren, was er dafür tun muss. Er legt sein ganzes Leben in unsere Hände, scheinbar bedingungslos, was aber nicht stimmt. Er erwartet dafür von uns in erster Linie Führung, Schutz und Sicherheit.

 

Es kann also absolut nicht angehen, dass wir über alles (Ernährung, Schlafplatz, Ausscheidungsverhalten, körperliche Bewegung, etc.) im Leben unseres Hundes bestimmen, uns aber in genau dem Moment raushalten, in dem unser Hund unsere Intervention am dringendsten benötigen würde; denn dadurch kann es sehr gut sein, dass wir ihn mit in den Schoß gelegten Händen entweder zum lebenslangen Opfer oder zum notorischen Täter formen.

(...)

Hundekontakt an der Leine? Nein!

 

von Chrissy Zeh, zertifizierte Hundetrainerin, Unterensingen

 

Hier geht's zum Artikel:

https://meintraumhund.de/hundekontakt-an-der-leine/

Hier einige Auszüge:

 

(...) Wenn du deinen Hund mit anderen Hunden ohne Leine kommunizieren siehst, wird schon klar, warum das an der Leine nicht gut möglich ist.

 

Im Rahmen der Leine zu kommunizieren schränkt deinen Hund massiv ein. Die Möglichkeit zum Rückzug wird ihm durch die Leine genommen, dein Hund ist also gezwungen sich mit dem anderen Hund auseinander zu setzen – und das auch noch unter erschwerten Bedingungen.

Wenn die Handlungsmöglichkeiten mit deeskalierendem Verhalten also eingeschränkt sind, zeigt dein Hund im Zweifelsfall natürlich auch schneller aggressives Verhalten als Lösung.

(...)

Würden alle Hunde lernen, dass sie an der Leine nicht mit anderen Hunden kommunizieren sollen und müssen, wären Leinenaggressionen eine absolute Seltenheit und nicht eins der häufigsten Probleme aller Hundehalter.

(...)

Letzte Aktualisierung:

17.07.2021  Neue Einzel-Bilder von den G-Bellinos

Tolle Kromi-Fan-Artikel mit "herzigem" Slogan gibt es im ProKromi-Shop. Gleich mal vorbeischauen - es lohnt sich!

www.pro-kromfohrlaender-zucht.de/links/prokromi-shop/

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Angela C. Böhrensen