Die Sache mit den Hundebetten …

 

Eine Glosse von U. F.

(Nach einer wahren Geschichte, die noch nicht zu Ende ist)

 

Erste Frage: Wie viele Hundebetten braucht der Hund (ääh… der Mensch)? Die Antwort hat man schnell! Der Kromfohrländer gehört zu der Sorte Hund, die dem Herrchen oder Frauchen besonders als Welpe überallhin folgt – und das gilt vor allem zunächst für die Wohnung. Gehst du vom Wohnzimmer in die Küche, geht dein Kromi mit. Gehst du von der Küche in das Arbeitszimmer, dein Kromi folgt dir auf dem Fuße. Gehst du von hier nach dort…du kriegst dein Hundle einfach nicht von der Ferse.

 

Gut – man eignet sich deshalb sehr schnell besondere Verhaltensweisen an, insbesondere wenn man zu zweit ist. Schläft dein Hund, stehen nicht beide gleichzeitig auf, weil einer in die Küche muss und der andere … na ja, Sie wissen schon. Nein, nein, es geht zuerst der eine, dann der andere (je nachdem, bei wem es dringender ist), damit dein Kromiwelpe entspannt liegen bleibt und nicht ständig aufstehen „muss“.

Daher stellt sich bald die Frage – wenn dein Hund dir überallhin folgt, wo kann er sich dann gegebenenfalls hinlegen?

 

Damit kommen wir unmittelbar zu der Frage der Hundebetten. Logisch, oder? Dein Kromi braucht überall dort, wo du dich länger aufhältst, ein Hundebett! Also, eine Ein-Zimmerwohnung – ein Hundebett. Eine Zwei-Zimmerwohnung – zwei Hundebetten. Nun, wir hatten das besondere Glück, eine Vier-Zimmerwohnung plus großer Diele und einer großen Wohnküche zu haben. Begonnen hat es mit einem Hundebett im großen Flur, alles zu überschauen, alles im Blickfeld. Aber, abends vor dem TV im Wohnzimmer? Hmmm … gut, das zweite Hundebett musste her. Kochen eines dreigängigen Menüs über zwei Stunden in der Küche? O.k., o.k…. Bett Nr. 3 war schon gekauft. Usw., usw., …

 

Mitgezählt? In der Vier-Zimmerwohnung, plus großem Flur und einer großen Küche macht das 6 (in Worten: sechs) Hundebetten. Das war übrigens der Zeitpunkt, an dem ich begann, in großem Stile in die Aktien der Hundebettenhersteller zu investieren – eine bisher nicht beachtete Branche mit phantastischen Wachstumschancen.
Sage ich Ihnen im Vertrauen.

 

Bald war es entschieden – ein zweiter Kromi kommt ins Haus. Meine naive Vorstellung: in ein Hundebett passen bestimmt zwei Hunde, wenn man sie etwas zusammenfaltet. Hmmm… du hast aber zwei Hunde, eines ist ein Mädel und der andere ein Bub. Getrennte Betten, versteht sich. Mitgezählt und mitgerechnet? Vier-Zimmerwohnung plus großer Flur und große Küche, „mal“ zwei Hunde, ergibt wie viele Betten? (Daher nochmals mein Aktientipp: Hundebettenhersteller. Jawoll!)
Wie muss ein Hundebett aussehen? Meiner zweiten naiven Vorstellung nach reicht für ein Hundle eigentlich eine akkurat gefaltete Hundedecke. Oder irgendein Hundebett, wo der Hund irgendwie reinpasst. Ungefaltet. Tss, tss… weit gefehlt und schnell dazugelernt. Zuerst braucht das Hundebett einen dicken Rand, damit dein Kromi in allen möglichen Stellungen seinen Kopf darauflegen kann. Dann – im Sommer wird es deinem Kromi vielleicht zu warm – muss eine kühle Kunstleder-Variante her. Rüde oder Hündin? Das Mädel bekommt natürlich eine pastellfarbene Variante mit Rosendekor, der Rüde ein fesches Karomuster. Man kann also den Bettenbedarf leicht über die Anzahl der Zimmer hinaus erweitern und eine Menge Gründe für einen erneuten Bettenkauf finden.

 

Zum Glück betreibt unsere Züchterin eine kleine „Hundebetten-Manufaktur“ (unbedingt investieren!) und fertigt ein Hundebetten-Modell Namens „Crunchie“. Gibt’s in jedem Design (Stoffe selber aussuchen und mitbringen), in jeder Stoffart, für Mädel oder Bub, passend zum Teppichboden oder zur Jahreszeit – was für eine Fundgrube! Somit gibt es bei uns die Rosenvariante (fürs Hundemädel morgens im Bad), die Burberry-Imitation (für den Hundeherrn im besten Alter) und noch einige Varianten passend zu allen möglichen Gelegenheiten.

 

Hundebetten kann man aber auch fertig kaufen. Wie das geht? Du gehst mit deinen Kromis z.B. in den „Kölle Zoohandel“ (massig Hundebetten, guter Aktientipp für alle hier im Süden) und probierst die Betten einfach aus. Zuerst das eine Hundle: Sitz, leg dich. Mmmmh … Nächstes Hundle: Sitz, leg dich …O.k., nächstes Bettchen, erster Hund, dann zweiter Hund. Passen vielleicht doch beide rein? (O.k., o.k. hatten wir schon…). Nach der dritten Bettenprobe gibt es in der Regel einen Kundenauflauf (… ach wie süüüüüß, … sind das Zwillinge … sind die aber lieb) und ab da kann man schon mal beginnen, Geld für die Show zu verlangen.

 

Man sieht, Hundebetten können zu einer Leidenschaft werden. Oder zu einer neuen Shopping-Variante. Auf jeden Fall zu einer erheblichen Ausgabeposition im Hundehalterbudget.
 

Übrigens: Inzwischen sind wir in ein Haus gezogen. Es kommt jetzt dazu: 1 weiteres Arbeitszimmer, 1 zusätzliches, großes Bad, 1 Gästezimmer, zweiter Flur, Terrasse im Sommer… mitgezählt, mitgerechnet?

 

… aber Hauptsache die Hunde sind glücklich!

 

In diesem Sinne
U. F. mit Bendix „Bendel“ vom Isarflimmern (der Herr im Burberry-Bett) und Cipollina vom Isarflimmern (das Rosenbettenmädel).

 

PS: Wie man wenigstens Platz sparen kann: Unser Gasthund Bastia vom breiten Lohe (5 Monate) brachte ihr eigenes (kleines) Bettchen mit. Man glaubt gar nicht, wie klein sich ein erwachsener Kromi machen kann, um sich da reinzuquetschen.

 

Letzte Aktualisierung:

25.10.18 Aktuelles zum Viehscheid und Unsere Hunde Heute

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© Angela C. Böhrensen